Die Nederlandistik an der Universität Wien

 

Bericht über das Studienjahr 2016/17

(Stand November 2017)

 

1. Vorwort

Schon das vergangene Jahr hat uns mit vielen Überraschungen überrollt, aber da haben wir noch nicht gewusst, was das Jahr 2017 uns bringen wurde. Über Weihnachten hat das Rektorat beschlossen, die Nederlandistik, die 2017 ihr 25-jähres Bestehen gefeiert hat, nicht mehr in den nächsten Entwicklungsplan aufzunehmen. Die Studienrichtung sollte geschlossen werden. Nach vielen Diskussionen und nicht zuletzt durch den Einsatz des  Dekanatteams wurde die Entscheidung schließlich dahingehend abgewandelt, dass die Nederlandistik ab WS 2018 als Spezialisierung im Rahmen der Germanistik weitergeführt und auch eine Professur für Nederlandistik (Nachfolge Van Uffelen) in den Entwicklungsplan aufgenommen werden soll. Glück im Unglück kann man also sagen. Es wird also auch nach der Pensionierung des amtierenden Universitätsprofessors für Nederlandistik noch eine Nederlandistik in Wien geben, allerdings nicht mehr als selbständiges Fach, sondern als Schwerpunkt innerhalb der Studienrichtung Deutsche Philologie.

Was dies für die Zukunft der Nederlandistik in Wien - bzw. in Österreich –  bedeutet, ist noch relativ offen. Im Moment werden Vorschläge für den neuen Schwerpunkt Niederländisch innerhalb der Germanistik entwickelt, wird mit den Partnern von DCC (Dutch Language and Literature in a Central European Context) geklärt, was dies für die künftige Zusammenarbeit bedeutet und wie entsprechend reagiert werden kann bzw. muss. Außerdem wird erörtert, wie bestehende Projekte (DCC und ihre Lernplattform DCC, NEVA, DLBT, DUTCH++) in die neue Struktur  überführt werden können - falls dies erwünscht ist, selbstverständlich.

Was Letzteres betrifft, freuen wir uns über die Unterstützung der Nederlandse Taalunie, der IVN, dem NVL und von Comenius, die in verschiedenen Schreiben die Bedeutung der Wiener Nederlandistik unterstrichen haben und sich ausdrücklich bereit erklärt haben, uns bei dem Neustart zu unterstützen. Die Nederlandse Taalunie wird sogar extra nach Wien reisen, um die Zukunft der Nederlandistik in Wien in einem Gespräch mit dem Rektorat und unserem Dekanat zu erörtern und Möglichkeiten der Unterstützung auszuloten. Ein solches Gespräch ist sicherlich wichtig, denn es geht jetzt darum, die Nederlandistik  so gut wie möglich neu zu positionieren und mögliche negative Folgen der Wiener Entwicklung für die Nederlandistik in der Region abzufedern. Erste Gespräche zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind. Hoffentlich kann dieser Trend bestätigt werden.

Im Herbst 2016 standen die Niederlande und Flandern im Brennpunkt des literarischen Interesses. Anlässlich des Flandern/Niederlande-Schwerpunkts der Frankfurter Buchmesse organisierten die niederländische Botschaft und die flämische Repräsentanz die Veranstaltungsreihe „Twee buren – één taal“. Es fanden in den Zweigstellen der Büchereien Wien, im WUK, im Literaturhaus Graz und auf der BUCH WIEN 16 rund 50 verschiedene Veranstaltungen statt, welche zum Teil mit tatkräftiger Unterstützung unserer Abteilung durchgeführt wurden.

Im Sommer 2017 hat die Wiener Nederlandistik in Kooperation mit Comenius und ELTE zum zweiten Mal eine univie:summerschool abgehalten. Das Thema der Summerschool, die vom 7.7.2017 bis zum 14.7.2017 stattfand, war „De dynamiek van de receptie“. Die Summerschool wurde als Doctoral School organisiert. Teilgenommen haben 20 Studierende und 4 DozentInnen. Die Summerschool wurde seitens der Universität Wien sowohl finanziell als auch praktisch durch die Verleihung des Labels univie:summerschool gefördert, wodurch die administrative Abwicklung des Workshops erheblich vereinfacht wurde. Auch für den Sommer 2018 ist eine unvie:summerschool geplant. Es wird wieder ein Workshop für ÜbersetzerInnen sein, diesmal mit dem Thema „Literatur und Identität“.

Abschließend muss noch gesagt werden, dass Marlou de Bont ihr Dissertationsprojekt erfolgreich präsentiert und verteidigt hat. Nicht zuletzt deshalb meine ich mit folgendem Zitat aus Het verdriet van België abschließen zu können:

„We gaan zien. Wij gaan zien. Toch.“

 

Herbert Van Uffelen

 

2. Studienrichtung Nederlandistik

2.1 Studierendenentwicklung

In der Studienrichtung Nederlandistik waren im November 2016 155 Studierende inskribiert, rechnet man die Erweiterungscurriculum-Studierenden hinzu, so waren es 342. Im Moment, WS 2017/18, sind insgesamt 382 Studierende registriert, davon 177 BA, 6 MA und 1 Doktorat. Das Erweiterungscurriculum der Nederlandistik „Einführung in die niederländische Sprache und Kultur“ ist eine Art Bachelor Minor im Umfang von 15 ECTS und umfasst Spracherwerb Niederländisch I und eine Einführung in Kultur und Geschichte des niederländischen Sprachraums. Aktuell (November 2017) sind 189 Studierende für das EC Nederlandistik registriert. Seit WS 2016 bieten wir ein zweites Erweiterungscurriculum an, welches auch Studierenden anderer Fächer die Zulassung für das Masterstudium Nederlandistik ermöglichen soll. Für dieses EC sind im Moment 9 Studierende registriert.

Das große Interesse am bisherigen Erweiterungscurriculum hat gezeigt, dass Niederländisch bei den Wiener Studierenden gefragt ist. Das EC Nederlandistik wird u.a. mit Studienrichtungen wie Internationale Entwicklung, Sprachwissenschaft, Kunstgeschichte, Geschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft kombiniert. In der Einführungsvorlesung „Einführung in Kultur und Geschichte“ sitzen weit über 100 HörerInnen. Für den Spracherwerb melden sich jedes Semester mehr als 70 Studierende an.

In den verschiedenen Curricula des BA-Studiums sind im Moment 177 Studierende inskribiert. Seit dem WS 2013 gibt es einen neuen Studienplan, der den „normalen“ BA und DCC kombiniert: das Resultat ist ein BA-Studium mit zwei Tracks. Im Jahr 2016 haben 9 Studierende den BA Nederlandistik erfolgreich abgeschlossen.

Im Masterstudium sind derzeit 6 Studierende eingeschrieben – wir hoffen, dass die Studierendenzahlen im Masterstudium steigen werden, wenn mehr Generationen BA-Studierende ihren Abschluss erworben haben. Darüber hinaus ist 1 Studierende im Doktoratsstudium Nederlandistik gemeldet.

 

 

Seit dem WS 2016 ist Herbert Van Uffelen im Rahmen der SPL 13 (Fennistik, Hungarologie, Skandinavistik und Slawistik) Vize-Studienprogrammleiterin für Nederlandistik.

Informationen über die Studienpläne der Nederlandistik sind auf der Website http://www.ned.univie.ac.at zu finden.

 

2.2 DCC – Dutch Language, Literature and Culture in a Central European Context

Seit der Änderung des BA-Curriculums Nederlandistik ist DCC kein eigenständiger Studienzweig mehr. Stattdessen können Studierende nun wählen, ob sie einen DCC-Schwerpunkt („Track“) innerhalb des Nederlandistikstudiums setzen wollen. Wie viele Studierende derzeit davon Gebrauch machen, kann im laufenden Studienjahr nicht festgestellt werden. Erst nach Abschluss des Studiums wird sich zeigen, welchen Schwerpunkt die Studierenden gewählt haben. Wir gehen aber davon aus, dass die Anzahl der DCC-Studierenden in etwa gleich bleiben wird.

DCC wird nach 2017 (bis 2022) fortgeführt werden und die ELTE (Budapest) wird als neuer Partner in das Netzwerk aufgenommen. Der neue Vertragstext wurde mit den zuständigen Instanzen abgestimmt. Mitte 2017 haben die assoziierten Partneruniversitäten unterschrieben.

E-Learning

Im Rahmen von DCC wurden folgende E-Learning-Kurse für das Mastercurriculum entwickelt:

  • Methoden und Techniken
  • Aktuelle Themen und Theorien der Sprach- und Literaturwissenschaft.

Diese Kurse sind im Wintersemester 2017 online gegangen.

Für das Bachelorprogramm wird die ELTE E-Learning-Module zu folgenden Themen entwerfen:

  • Moderne Sprachwissenschaft
  • Kinderliteratur
  • Literatur und Malerei

Als Open Education Ressources (MOOCS) sind im Moment Kurse zu folgenden Themen in Entwicklung:

  • Spracherwerb (WELKOM)
  • Gent in gedichten
  • Humor

Univie:summerschool – Doctoral school „De dynamiek van receptie”

Mit finanzieller Unterstützung von CEEPUS wurde vom 7. bis zum 14. Juli 2017 eine doctoral school organisiert („De dynamiek van receptie“). Der Workshop, der das Label univie:summerschool erhielt, fand in Wien statt. Teilgenommen haben insgesamt 20 Studierende aus CEEPUS-DCC-Ländern.

Insgesamt sind derzeit (Stand November 2017) für DCC international 19 StudentInnen inskribiert.

Mehr Informationen zu DCC finden Sie auf der DCC-Website (http://dcc.ned.univie.ac.at).

2.3 Entwicklung MA-Curriculum

Das neue MA-Curriculum ist mit dem Wintersemester 2016 in Kraft getreten. Wir hoffen, dass das neue Design Zuspruch zu findet; nicht zuletzt, weil verschiedene (und vor allem interdisziplinäre) Schwerpunkte gesetzt werden können. Die Zulassung ist nun auch für Studierende aus anderen Studienrichtungen möglich, sofern sie die beiden Erweiterungscurricula „Niederländische Sprache und Kultur“ (Einführung und Vertiefung) absolviert haben.

3. Die Abteilung für Nederlandistik  

3.1. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Studienjahr 2015/16

  • Univ.-Prof. Dr. Herbert Van Uffelen
    (Leiter der Abteilung Nederlandistik, Literaturwissenschaft, Vizestudienprogrammleiter)
  • Gabriele Takerer (Sekretariat)
  • Christina Regorosa (Sekretariat seit 1.3.2016)
  • Dr. Christine Kasper (Bundeslehrerin, Freistellung – Betriebsrat) 

AssistentInnen:

  • Marlou de Bont, BA MA MA (Universitätsassistentin/prae doc, Literaturwissenschaft)
  • MMag. Petra Niederberger (Universitätsassistentin/prae doc, Literaturwissenschaft) bis 8.4.2017

LektorInnen:

  • ddrs. Emmeline Besamusca (Lektorin, Kultur und Geschichte)
  • Lic. Catharina E. Loader (Lektorin, Afrikaans)
  • drs. Julia Sommer (Lektorin, Sprachunterricht)
  • Lic. Nele Rampart (Lektorin, Sprachunterricht)
  • Dr. Ute Van Uffelen (Lektorin, Literaturwissenschaft)
  • Mag. Damar Hoogland, BA (Lektorin, Sprachwissenschaft) 
  • Mag. Susanne Höfler (Lektorin, Einführung in die Nederlandistik und Sprachwissenschaft)

TutorInnen:

  • Bianca Petz (Tutorin WS 2016/17, SS 2017)
  • Stankovic Hristina  (Tutorin  WS 2016/17)

ProjektmitarbeiterInnen:

  • Jens Bulinckx (EDV seit 1.7.2016 bis 30.6.2017)

PraktikantInnen:

  • Ruben Janssens
  • Jules Wynants
  • Elien Somers
  • Janne Verbeeck

Die Kooperation mit der Thomas More Hogeschool Kempen hat uns auch dieses Jahr wieder ermöglicht, PraktikantInnen zu empfangen und zu begleiten. Die PraktikantInnen kommen mit einem Erasmus-Stipendium und unterstützen uns im Bereich der Lehre (wenn Sie aus der Lehrerausbildung kommen) und im Bereich Software-Entwicklung (wenn sie aus dem Bereich Informatik kommen).

Ruben Janssens und Jules Wynants haben uns Anfang 2017 3 Monate bei der Entwicklung des neuen Systems für das Projekt „Digital Library for Literature in Translation and Adaptation“ (DLBT) unterstützt und in der Zeit unter Leitung von Jens Bulinckx einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung der Datenbank und des Filemanagment-Systems geleistet.

Im Bereich der Didaktik und Lehrmittelentwicklung wurden von Februar bis April 2017 zwei Studentinnen der Lehrerausbildung, Elien Somers und Janne Verbeeck, von uns betreut. Während die beiden Praktikantinnen einerseits unter Anleitung von Christina Regorosa und Ute Van Uffelen einen wesentlichen Beitrag zur Ausarbeitung des MOOCS „Welkom“ geleistet haben, haben sie andererseits sowohl im Spracherwerb (begleitet durch Julia Sommer und Nele Rampert) als auch im Kurs Literaturdidaktik (begleitet von Ute Van Uffelen) Teile der jeweiligen Lehrveranstaltungen unter Anleitung durchgeführt, reflektiert und dokumentiert. Darüber hinaus haben Frau Somers und Janne Verbeeck in den genannten Lehrveranstaltungen hospitiert.

3.2 Gastvorträge/Kolloquien , Aktivitäten, Bibliothek

 

3.2.2 Gastvorträge/Kolloquien:

Am Mittwoch, den 24. Mai 2017 hielt Carina van der Walt einen Vortrag über die „Reflections of South African poets on the work of Jheronimus Bosch”. Die Vorlesung war gut besucht. Es nahmen Studierende, Kollegen und andere Interessierte teil. Der Vortrag wurde anlässlich der Ausstellung Bosch & Brands in der Akademie der Bildenden Künste in Wien gehalten. Die Ausstellung war vom 23. Mai 2017 bis zum 16. Juli 2017 zu sehen. Die Arbeit von Brand ist von den Figuren, die in Jheronimus Boschs Werken vorkommen, inspiriert.

Dieses Projekt war ein Austausch zwischen den Niederlanden, Österreich und Südafrika.

3.2.3. Twee buren – één taal

Im Oktober und November 2016 standen die Niederlande und Flandern im Brennpunkt des literarischen Interesses – waren sie doch Ehrengäste bei der Frankfurter Buchmesse. Anlässlich des Flandern/Niederlande-Schwerpunkts der Frankfurter Buchmesse organisierten die niederländische Botschaft und die flämische Repräsentanz die Veranstaltungsreihe „Twee buren – één taal“. Es fanden in den Zweigstellen der Büchereien Wien, im WUK, im Literaturhaus Graz und auf der BUCH WIEN 16 rund 50 verschiedene Veranstaltungen statt, welche zum Teil mit tatkräftiger Unterstützung unserer Abteilung durchgeführt wurden.

So leiteten Ute und Herbert Van Uffelen einen Poesieworkshop für Kinder ab 12 Jahren mit dem Titel „Wo ist die Poesie verstopt?“.
Nele Rampart moderierte die Buchpräsentation von Saskia de Coster (B), die aus ihrem Buch „Wir & Ich“ vorlas.
Christina Regorosa begleitete die Illustrationsworkshops von Carll Cneut (B), Kaatje Vermeire (B) und Thé Tjong-Khing (NL) als Übersetzerin. Gemeinsam mit dem mehrfach ausgezeichneten Illustrator Thé Tjong-Khing war sie sogar in der Kinderradioserie „Rudi“ auf Ö1 zu hören.

3.2.4. Internationales Studentendiktat der niederländischen Sprache

Am 25. April fand das internationale Studentendiktat der niederländischen Sprache statt. Teilgenommen haben insgesamt 16 Universitäten in 10 Ländern in Europa. Das internationale Studentendiktat stand unter der Schirmherrschaft von Comenius, der Nederlandse Taalunie, der diplomatischen Vertretungen Flanderns und des Königreichs der Niederlande. Mehr Informationen auf Niederländisch dazu gibt es auf der Website vom „Internationaal studentendictee“.

Die Abteilung für Nederlandistik nahm heuer zum dritten Mal daran teil. Es haben sich erfreulicherweise 10 Studierende dafür angemeldet. Es gab auch fünf Teilnehmerinnen, die sich außer Konkurrenz dieser Herausforderung stellten. Der Text des diesjährigen Studentendiktats wurde vom niederländischen Schriftsteller Frank Westerman eigens dafür verfasst. Der niederländische Fernsehmoderator Philip Freriks hatte diesen Text eingesprochen. Die Aufnahme erhielten wir als mp3. Nach dem Abspielen der Aufnahme diktierte Julia Sommer, Sprachdozentin an der Wiener Nederlandistik, den Text nochmals langsam zum Mitschreiben. Um ca. 12:15 war es für die TeilnehmerInnen geschafft, und Julia Sommer machte sich ans Fehlerzählen. Noch am selben Tag stand das Resultat fest:

1. Platz: Anna Novak
2. Platz: Franziska Vehling
3. Platz: Noël Ilias

Herzlichen Glückwunsch!

Die Preisverleihung fand am 22. Mai an der Abteilung für Nederlandistik statt. Zunächst präsentierte Julia Sommer das diesjährige Studentendiktat samt Tücken und Stolpersteinen. Danach überreichten Herr Sascha Bollermann (niederländische Botschaft) und Herr David Maenaut (flämische Repräsentanz) die Preise. Der erste Preis, ein Jahr lang gratis Zugang zum Online-Wörterbuch 'dikke Van Dale', wurde von der niederländischen Botschaft  gestiftet, für den zweiten und dritten Platz gab es Bücherpreise von der flämischen Repräsentanz. Im Anschluss wurde bei Kaffee und Keksen noch die eine oder andere Rechtschreibregel besprochen.

Alle TeilnehmerInnen am internationalen Studentendiktat der niederländischen Sprache haben sehr zum Gelingen beigetragen, dafür ein herzliches Dankeschön!

3.2.5 Bibliothek

Die Bücher der Nederlandistik können über den Onlinekatalog bestellt werden. Nachschlagewerke (z.B. Wörterbücher) stehen im Freihandmagazin der FB Germanistik und können dort verwendet, allerdings nicht entlehnt werden. Dies gilt auch für die letzten 10 Jahrgänge der folgenden Fachzeitschriften: Nederlandse Letterkunde, Spiegel der Letteren, Ons Erfdeel, Kunsttijdschrift Vlaanderen, Revolver, De Parelduiker, Internationale Neerlandistiek (vorm. Neerlandica Extra Muros), Tijdschrift voor Nederlandse Taal- en Letterkunde, Nederlandse Taalkunde. Alle anderen Zeitschriften müssen vor der Benützung über den Onlinekatalog bestellt werden und dürfen nur in den Räumen der Bibliothek verwendet werden. Die Hefte des jeweils laufenden Jahrgangs der Zeitschriften befinden sich in den Räumlichkeiten der Abteilung Nederlandistik (Augasse 2-6, Zimmer D5.22.3) und können dort auf Anfrage eingesehen werden.

Im Studienjahr 2016/17 hat die Nederlandistik-Bibliothek erneut an Umfang zugenommen. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass wir das uns zur Verfügung stehende Bibliotheksbudget wie immer optimal genützt haben.

Die Verantwortung für die Bibliothek lag im Studienjahr 2016/17 bei Marlou de Bont.

4. Mobilitätsprogramme und Auslandsstipendien

4.1 LLP/Erasmus

Im Rahmen des LLP (Life-Long Learning)/Erasmus-Programms unterhielt die Nederlandistik im Jahr 2016/17 Kontakte zu folgenden Universitäten:

  • Amsterdam (Universiteit van Amsterdam)
  • Groningen (Rijksuniversiteit)
  • Nijmegen (Radboud Universiteit Nijmegen)
  • Leiden (Rijksuniversiteit Leiden)
  • Leuven (Katholieke Universiteit)
  • Louvain-la-Neuve (Université Catholique de Louvain)
  • Antwerpen (Universiteit Antwerpen)
  • Bratislava (Comenius Universität Bratislava)
  • Brno (Masaryk Universität)
  • Budapest (Károli Gáspár Református Egyetem)
  • Debrecen (Kossuth Lájos Tudomány Egyetem)
  • Olomouc (Palacký Universität)
  • Wrocław (Uniwersytet Wrocławski)

Mit diesen Universitäten ist sowohl ein Studierenden- als auch ein Lehrenden-Austausch vereinbart, welche es interessierten Studierenden der Nederlandistik ermöglichte, einen mehrmonatigen Studienaufenthalt in den Niederlanden, in Flandern oder an mitteleuropäischen Nederlandistikinstituten zu verbringen und vice versa. Auch Studierende des DCC-Curriculums der Nederlandistik machten von dieser Möglichkeit Gebrauch, um ihr obligatorisches Auslandssemester an einer Partneruniversität zu absolvieren.

4.2 CEEPUS

Herbert Van Uffelen koordiniert seit vielen Jahren das CEEPUS-Netzwerk CII-AT-0012 – Language and literature in a Central European context, das Studierenden und Lehrenden Auslandsaufenthalte in Mittel- und Südosteuropa ermöglicht. Beteiligt sind 19 Universitäten aus Belgrad, Bratislava, Brno, Budapest (ELTE), Budapest (KRE), Bukarest, Debrecen, Krakau, Ljubljana, Lublin, Novi Sad, Olomouc, Poznan, Prag, Szeged, Warschau, Wrocław, Zagreb und natürlich Wien.

Im Rahmen dieses Netzwerkes wird durch den Austausch von Studierenden und Lehrenden die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Instituten – Nederlandistik, Finno-Ugristik und Slawistik sowie seit 2014/15 Austrian Studies – gestärkt.

Dadurch soll einerseits ein Beitrag zur Verbesserung der Sprachkenntnisse der österreichischen DCC-, Slawistik- und Finno-Ugristik-StudentInnen geleistet werden, andererseits soll aber auch den Studierenden aus nicht-deutschsprachigen Ländern die Möglichkeit geboten werden, ihre Niederländisch- und Deutschkenntnisse während eines Studienaufenthalts in Wien zu vertiefen. Vor allem für Studierende in Joint-Degree-Programmen wie DCC bietet CEEPUS eine ideale Möglichkeit, ihr Pflichtsemester an einer der Partneruniversitäten zu verbringen. Auch Lehrende nutzen diese Möglichkeit, um 1 bis 4 Wochen an einer der Partneruniversitäten zu unterrichten. 

Im Studienjahr 2016/17 konnten im Rahmen unseres CEEPUS-Netzwerkes insgesamt 214 Stipendienmonate an Studierende, PhD's und DozentInnen vergeben werden. 

Unsere gemeinsamen Bemühungen im Bereich der Studierenden- und Dozentenmobilität wurden auch von offizieller Seite anerkannt: Unser Netzwerk hat 2010 den Ceepus Ministers' Prize for Excellence gewonnen. Dieser Preis wird alljährlich von den BildungsministerInnen der am Ceepus-Programm beteiligten Staaten vergeben. Auch wenn es sich dabei „nur“ um einen ideellen Preis handelt, der mit keinerlei finanziellen Mitteln verbunden ist, freuen wir uns doch sehr über diese offizielle Anerkennung für unsere Bemühungen um eine verstärkte Mobilität von Studierenden und Lehrenden in Mittel- und Südosteuropa und für unseren Beitrag zur Stärkung der Lehre von weniger weit verbreiteten Sprachen. Dies ist nach 2005 bereits das zweite Mal, dass unserem Netzwerk der Ministerpreis zuerkannt wurde, und darauf dürfen wir – so meinen wir – auch ein wenig stolz sein.

Ein ganz besonderer Erfolg für CEEPUS und DCC in diesem Jahr war, dass wir mit CEEPUS-Stipendien vom 7.-14. Juli 2017 die doctoral school („De dynamiek van receptie“) in Wien anbieten konnten. Die doctoral school zum Thema „Rezeption“ wurde in Kooperation mit der ELTE und Comenius organisiert.

Auch für das Studienjahr 2017/2018 stehen wieder Stipendien für eine univie:summerschool („Literatuur en identiteit“) zur Verfügung. Die teilnehmenden Studierenden und DozentInnen wurden bereits selektiert, und wir freuen uns schon auf das Ereignis, über das wir im nächsten Jahr berichten werden.

4.3 Stipendien (Niederlande/Belgien)

Sowohl für Belgien als auch für die Niederlande stehen längerfristige Stipendien zur Verfügung. Unter anderem gibt es in diesem Rahmen Stipendien speziell für NederlandistInnen.

4.4 Sommerkurs der „Nederlandse Taalunie“

Am Sommerkurs der „Nederlandse Taalunie“ in Gent („taal, cultuur en beroep“) nahmen im Sommer 2017 vier Studierende der Wiener Nederlandistik teil.

4.5 Comenius-Sommerkurs in Olomouc

2017 nahmen keine Studierende aus Wien am Comenius-Sommerkurs teil, da wir nicht dazu eingeladen wurden.

5. Projekte

5.1 DLBT

Die Daten aus „Literatur im Kontext“ haben in einem neuen Projekt  - „Digital Library and Bibliography for Literature in Translation“ (DLBT) – neue Verwendung gefunden.

Dieses Projekt ist eine Kooperation zwischen der Nederlandistik in Wien, der Universitätsbibliothek Wien und dem Zentralen Informatikdienst der Universität Wien. Gemeinsam mit EASTBOUND/CODL wird mit der DLBT eine neue Datenbank zur Literatur in Übersetzung im weitesten Sinn des Wortes entwickeln.

Die „Digital Library and Bibliography of Literature in Translation“ (DLBT) ist eine neue Datenbank und Infrastruktur für die Analyse der komplexen Beziehung zwischen Originalen und deren Übersetzungen. Der Katalog und das Portal der DLBT erleichtern den Zugang zu Übersetzungen und deren Rezeptionsdokumenten, indem die Texte in einer digitalen Bibliothek zugänglich gemacht werden. In der DLBT werden nicht nur der digitalisierte Inhalt und die bibliografischen Metadaten der Übersetzungen präsentiert, sondern auch Informationen über die materiellen Charakteristika der Ausgabe (Umschläge, Illustrationen usw.) und die Nachwirkungen der Texte im öffentlichen Diskurs. Auch Bearbeitungen in anderen Medien (Filme, Theater) werden in der DLBT verzeichnet werden. Das interaktive Forschungsportal der DLBT wird es den NutzerInnen ermöglichen, Ergänzungs- und Korrekturvorschläge anzubringen, die von der Redaktion bearbeitet werden können. Spezielle Tools werden es den NutzerInnen ermöglichen, Statistiken anzufertigen und die Beziehungen zwischen literarischen Werken und ihren Übersetzungen, sowie zwischen Übersetzungen und ihren ÜbersetzerInnen und VerlegerInnen visuell aufzuarbeiten. Dies ermöglicht es, den Kulturtransfer, der für das Phänomen der Literatur in Übersetzung wesentlich ist, besser nachvollziehbar zu machen. 

Die Möglichkeiten der DLBT werden am Beispiel der niederländischen Literatur in (deutscher) Übersetzung demonstriert. Nach Fertigstellung der technischen Infrastruktur, die für die DLBT entwickelt wird, wird das System anderen Redaktionen erlauben, weitere digitale Bibliographien und Kollektionen anderer Literaturen in Übersetzung der Datenbank hinzuzufügen. Der Inhalt der Datenbank kann zu jeder Zeit editiert, korrigiert oder ergänzt werden. Die aktive und kontinuierliche Miteinbeziehung von internationalen Experten, die Kooperation mit anderen Projekten und die Verwendung von international akzeptierten Standards garantieren die Qualität dieses Projekts.

Die Ausrichtung der DLBT entspricht den aktuellen Bedürfnissen in den Digital Humanities, indem sie den offenen Zugang zu Bibliographien, Metadaten, digitalisierten Texten und Bearbeitungen übersetzter Literatur ermöglicht. Als das Tor zur Literatur in Übersetzung und deren Rezeption wird sich der innovative Service der DLBT zu einem unverzichtbaren Werkzeug zur Erforschung der Verbreitung und Rezeption von Literatur in Übersetzung entwickeln.

 

5.2 E-Learning / MOOC /Dutch++

Im Rahmen des Joint-Bachelors Dutch in a Central European Context (DCC) wurden seit 2005  universitätsübergreifende E-Learning-Veranstaltungen speziell für DCC-Studierende entwickelt und auf der Lernplattform OLAT angeboten. Die Nederlandistik der Universität Wien kann jedoch auch abseits von DCC auf Projekte im Bereich e-Learning und Open Educational Resources (OER) zurückblicken.

So wurde 2002 WELKOM, ein digitaler Sprachkurs für AnfängerInnen, auf der Lernplattform OLAT entwickelt. Dieser wurde durch die finanzielle Unterstützung der Nederlandse Taalunie möglich gemacht.

Das Projekt NeVA - Nederlands voor Anderstaligen - ist als Lehr- und Lernpartnerschaft im Bereich der Didaktik gedacht und spricht sowohl Lehrende als auch Lernende an. Von 2007-2009 haben die Kooperationspartner Universität Tilburg (NL) und die KHK Kempen (B) sich u.a. über innovative Techniken und den Einsatz von IKT-Material und Online-Kursen im Unterricht ausgetauscht und Lehrformate zusammengestellt. Finanziert wurde das Projekt durch das Grundtvig-Programm, eines der vier Programme für lebenslanges Lernen der Europäischen Kommission.

Dutch++, welches Sprachvariation und Plurizentrizität in der niederländischen Sprache thematisiert und interaktiv in diesen Themenkomplex einführt ist seit 2014 online. In diesem Projekt steht die Idee des offenen Zugangs zentral. Projektpartner sind die Universität Tilburg, die Thomas More Hochschule Kempen und die Freie Universität Berlin. Finanziell unterstützt wurde das Projekt durch die Europäische Kommission (Lifelong Learning). Die Online-Plattform  von Dutch++ (https://dutchplusplus.ned.univie.ac.at/) umfasst nicht nur Informationen über die Diversität des niederländischen Sprachraums, sondern auch einen großen Pool an Übungen in verschiedenen Varietäten und für unterschiedliche Sprachniveaus. Ziel ist es, Lernende und Lehrende des Niederländischen wie auch Muttersprachler für nationale, regionale und soziale Unterschiede im gesprochenen und geschriebenen Niederländisch zu sensibilisieren und v.a. erstere auf die alltägliche Sprachpraxis im niederländischen Sprachraum vorzubereiten. Zusätzlich kann die Dutch++-Website auch als Modell für Lehrmaterial für andere plurizentrische Sprachen dienen. Zu diesem Zweck stehen ausgewählte Teile der Seite auch in englischer Sprache zur Verfügung.

Das Interesse unserer Abteilung an dem Lehrformat des MOOCs wurde durch den Launch der ersten österreichischen MOOC-Lernplattform geweckt. iMoox wurde im Dezember 2013 von der Karl-Franzens-Universität Graz und der Technischen Universität Graz gegründet und steht unter der Schirmherrschaft der UNESCO. Die Lernplattform entstand im Rahmen des Projekts „Entwicklung einer Bildungsplattform und Bereitstellung von kostenlos zugänglichen Kursen mit multimedialen Inhalten für eine möglichst breite Bevölkerungsschicht“.

Die Entscheidung, sich mit (nicht zuletzt im Rahmen von DCC) dem Format des MOOC intensiver auseinanderzusetzen, erscheint uns als der nächste logische Schritt und entspricht der Linie der oben angeführten Projekte.

Inzwischen wird im Rahmen von DCC intensiv an der Entwicklung einzelner MOOCS gearbeitet. Verwendet wird dabei das System Open-EDX.

Fertig ist inzwischen die Entwicklung von WELKOM.

Noch in Entwicklung:

·         Humor

·         Gent in gedichten

6. Certificaat Nederlands als Vreemde Taal (CNaVT)

Für das CNaVT waren zwei Kandidatinnen (1 intern, 1 extern) angemeldet, die am 12. Mai 2017 an der Nederlandistik das Examen absolvierten. Die interne Kandidatin absolvierte die Prüfung Educatief Professioneel (EDUP, Niveau C1), die externe Kandidatin Educatief Startbekwaam (STRT, Niveau B2). Die Prüfungen wurden von Julia Sommer durchgeführt.

7. Afrikaans

A. Lehre

Wie schon in früheren Semestern, konnten die Studierenden auch im Studienjahr 2016/17 wieder zwei Kurse in Afrikaans absolvieren.
1. Wintersemester 2016/17: „Afrikaans Kultur und Literatur durch die Augen einer Kamera“

2. Sommersemester 2017: „Afrikaans: Ein Erbe aus Europa, Asien und Afrika“

Ausführliche Informationen über den Inhalt der Studienprogramme von Afrikaans sind auf der Website der Nederlandistik zu finden.
Über die Lernplattform Moodle wurden die Kurse mit entsprechenden Informationen und Übungen angeboten.

Neben Studierenden der Nederlandistik und anderen Abteilungen der Universität, haben auch einige Ceepus- und Erasmus-StudentInnen beide Kurse absolviert. So wird die Kenntnis dieser jungen germanischen Sprache auch außerhalb Österreichs verbreitet.

B. Projekte

  • Verleihung der Auszeichnung für Afrikaans

Am 16. Oktober 2015 wurde Catharina Loader in Potchefstroom, Südafrika, mit der Kanzlermedaille der Nordwest-Universität ausgezeichnet. Dadurch erhielt die Nederlandistik der Universität Wien mediale Aufmerksamkeit in Funk und Presse.

Aufgrund dieser Auszeichnung entstand 2016 ein Projekt zwischen der Universität Wien und der Nord-West-Universität, in dem Catharina Loader mit Prof. Tobie van Dyk (in seiner Funktion als Leiter der Einheit für Sprachen und Literatur im Südafrikanischen Kontext in der Fakultät für Geisteswissenschaften) zusammenarbeitet, eine komprimierte Einführung in die Afrikaanse Grammatik (Kortpad-Afrikaans / Shortcut Afrikaans) für Nichtmuttersprachler zu verfassen.

Dieses Projekt wird auch verschiedene Arbeitshefte mit praktischen Übungen umfassen und richtet sich an Studierende, die Kenntnisse über nichtsüdafrikanische Afrika-Sprachen und Kulturen erwerben möchten.

  • Audiovisuelles Programm

Dieses Programm ist für Afrikaans-Studierende unter dem Titel Taalreis auf Moodle zugänglich und wird laufend weiterentwickelt.

C. Website: Afrikaans in Europa (AiE)
Catharina Loader konnte die Webseite Afrikaans in Europa (aie.ned.univie.ac.at) ständig erweitern. Beiträge von mehreren Professoren in Südafrika wurden als neue Berichte und Artikel publiziert.

In einem Versuch, die Website übersichtlicher zu gestalten, wurde sie ab Anfang 2016 umgearbeitet und neu angelegt. Dieses Verfahren ist jetzt abgeschlossen.

Thematische Lücken wurden laufend angesprochen. Wichtige zugesandte Berichte über die Entwicklung von Afrikaans in Südafrika wurden veröffentlicht. Weiterhin schließt die redaktionelle Betreuung der Website die regelmäßige Überarbeitung von Kalendern, Links, Bildern und Themen ein, die für Afrikaans-Studierende an der Universität Wien relevant sind.

Einige Beiträge sind auch schon übersetzt, um ein breiteres Publikum zu erreichen.

In Planung sind:
·         Die Zusammenarbeit mit der neu gegründeten IVN (Internationale Vereinigung für Afrikaans).
·         Die erneute Veröffentlichung von Afrikaans Literatur im Kontext.

D. Afrikaans in Europa und Facebook

Diese Facebook-Seite wächst ständig und gefällt derzeit 285 Personen. Auf diese Art und Weise werden Informationen über Afrikaans in Europa an der Universität Wien verbreitet.

E. Reflections of SA poets on the work of Jheromimus Bosch, 24. May 2017

Am Mittwoch, den 24. Mai 2017 hielt Carina van der Walt einen Vortrag über die „Reflections of South African poets on the work of Jheronimus Bosch”. Die Vorlesung war gut besucht. Es nahmen Studierende, Kollegen und andere Interessierte teil. Der Vortrag wurde anlässlich der Ausstellung Bosch & Brands in der Akademie der Bildenden Künste in Wien gehalten. Die Ausstellung war vom 23. Mai 2017 bis zum 16. Juli 2017 zu sehen. Die Arbeit von Brand ist von den Figuren, die in Jheronimus Boschs Werken vorkommen, inspiriert.

Dieses Projekt war ein Austausch zwischen den Niederlanden, Österreich und Südafrika.

F.  Kontakte
Existierende Kontakte in Südafrika sowie Kontakte mit Friends of South Africa (FoSA, dem südafrikanisch-österreichischen Verein in Wien), der Universität Salzburg (Abteilung Anglistik) und den Fachbereichen für Afrikanistik und Anglistik in Wien wurden gepflegt. Rina Loader ist auch regelmäßig in Kontakt mit Zuid-Afrika Huis in Amsterdam und Kollegen in Südafrika.  Weiterhin sind neue Kontakte in Deutschland geschmiedet worden. Kontakte mit SADOCC in Wien wurden auch aufgenommen.

G. Sonstiges
Als Angehörige des Beirates von LitNet Akademies, einer akkreditierten Online-Zeitschrift, versucht Catharina Loader die Interessen unseres Instituts zu vertreten.

H. Veröffentlichungen im Bereich Afrikaans
Zahlreiche Kurzartikel sind auf der Website Afrikaans in Europa erschienen und werden laufend überarbeitet und ergänzt. Neue Berichte werden auch laufend für Taalreis (ein audiovisuelles Programm für Studierende) verfasst.

In Planung: Kortpad-Afrikaans und Arbeitsbücher.

8. Kooperationen

Neben den Kooperationen in den bereits genannten und näher beschriebenen Projekten (DCC, DUTCH++) kooperierte die Abteilung für Nederlandistik auch noch mit anderen Forschungsinstitutionen und Verbänden außerhalb der Universität:

·         Olith

·         Fachverbände:

Comenius, Niederlandistenverband im deutschsprachigen Raum (NLV) und IVN („Internationale Vereniging voor Neerlandistiek“): individuelle Mitgliedschaft der Institutsangehörigen, Mitarbeit im Vorstand, Beiträge zu Konferenzen und Doktorandenkolloquien.

9. Publikationen und Vorträge

9.1 Wiener Schriften

Von der Wiener Nederlandistik werden unter der Herausgeberschaft von Herbert Van Uffelen zwei Reihen herausgegeben:

  • Wiener Broschüren zur niederländischen und flämischen Kultur (seit 2005 nur noch in digitaler Form)
  • Wiener Schriften zur niederländischen Sprache und Kultur (Praesens-Verlag).

2017 wird Band 7 in der Reihe Wiener Schriften zur niederländischen Sprache und Kultur erscheinen:

·         Herbert Van Uffelen, Dirk De Geest, Marlou de Bont & Christine Hermann (Hrsg.), Literatur in Bewegung: Über die Dynamik von Texten in der niederländischen Literatur. Wien: Praesens Verlag, 2017. Wiener Schriften zur niederländischen Sprache und Kultur 7 [in print]

Begleittext:

Wie verändern sich Texte, wenn sie Grenzen überschreiten? Und wie bestimmt die materielle Erscheinungsform die Bedeutung und das Funktionieren von literarischen Texten? Diese und andere Fragen stehen im Sammelband Literatur in Bewegung: Über die Dynamik von Texten in der niederländischen Literatur im Mittelpunkt. In diesem Band wird die Dynamik von Literatur anhand von konkreten Beispielen aus der modernen niederländischen Literatur analysiert. Dabei stehen Verschiebungen im literarischen Feld, das Verhältnis zwischen dem literarischen Text und seiner paratextuellen Umrahmung, sowie der Einfluss von Zeit und Raum auf die Bedeutung und Funktion von literarischen Texten im Fokus. Es kommen so unterschiedliche Themen zur Sprache wie Kindergedichte von Autoren, die gewöhnlich für Erwachsene schreiben, Comicbearbeitungen von literarischen Klassikern, die Übersetzungsproblematik oder die Erneuerung des Romans in den dreißiger Jahren.

(Siehe auch: http://www.praesens.at/praesens2013/?p=5498)

9.2 Vorträge und Tagungsbeiträge der MitarbeiterInnen

5. Oktober 2016:

Dies Doctoralis der Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät, Universität Wien, Wien

Marlou de Bont, ‘Sketches from Flemish life’. Forms of Exemplarity and the Construction of Social Minds in Hendrik Conscience’s Novels of Manners’.

 

21.-23. Oktober 2016:

Dozententagung des NLV, Frankfurt/Darmstadt.

Marlou de Bont, ‘Vormen van exemplariteit in het werk van Hendrik Conscience’.

 

16. November 2016:

Lancering van het NWO/FWO-project Eastbound. The Distribution and Reception of Translations and Adaptations of Dutch-language Literature, 1850-1990 (Eastbound CODL), Huygens Instituut voor Nederlandse Geschiedenis, Amsterdam.

Marlou de Bont, ‘DLBT: the Digital Library and Bibliography of Literature in Translation’

 

24. Mai 2017:

Comenius Regionaal Colloquium Neerlandicum ‚Op reis!’, Universität Wroclaw.

Marlou de Bont, ‘Gedeelde wereldbeelden. Consciences landschapsbeschrijvingen als school voor de collectieve waarneming’.
Emmeline Besamusca, ‘Rabat: een road-movie als metafoor voor integratie?’

 

21. September 2017:

DoktorandInnen- und HabilitandInnencolloquium (DoHa) des NLV, Universität Duisburg-Essen.

Marlou de Bont, ‘De literaire beschrijving als les in een collectieve waarneming. Casus: Hendrik Consciences landschapsbeschrijvingen’.

 

9.3 Publikationen der MitarbeiterInnen

Sammelband:

·         Herbert Van Uffelen, Dirk De Geest, Marlou de Bont & Christine Hermann (Hrsg.), Literatur in Bewegung: Über die Dynamik von Texten in der niederländischen Literatur. Wien: Praesens Verlag, 2017. Wiener Schriften zur niederländischen Sprache und Kultur 7 [in print]

 

Artikel, (Beiträge in) Sammelbänden, Rezensionen:

·         Marlou de Bont, ‘Ein Kampf um die Wirklichkeit. Hendrik Conscience aus der Sicht von Cyriel Buysse’. In: Herbert Van Uffelen, Dirk De Geest, Marlou de Bont & Christine Hermann (Hrsg.), Literatur in Bewegung: Über die Dynamik von Texten in der niederländischen Literatur. Wien: Praesens Verlag, 2017. Wiener Schriften zur niederländischen Sprache und Kultur 7 [in print]

·         Marlou de Bont, ‘Over Maurice Gilliams, Elias of het gevecht met de nachtegalen. Bezorgd en uitgeleid door Filip De Ceuster.’ In: De Gulden Passer. Journal for Book History (2017) 2 [in print]

·         Marlou de Bont, ‘Een ‘eenvoudige aandoenlijke geschiedenis, van twee Gentsche werkmanskinderen’: De functie van de idylle in Hendrik Consciences Bavo en Lieveken (1865)’. In: TNTL [in print]

·         Herbert Van Uffelen, ‚Maximal lesen' oder die Suche nach dem ‚ungedeuteten Original'. In: Herbert Van Uffelen, Dirk De Geest, Marlou de Bont & Christine Hermann (Hrsg.), Literatur in Bewegung: Über die Dynamik von Texten in der niederländischen Literatur. Wien: Praesens Verlag, 2017. Wiener Schriften zur niederländischen Sprache und Kultur 7 [in print]

·         Herbert Van Uffelen, 'Is it only the original which unfolds anew in the reception?’. In: Elke Brems, Ton van Kalmthout, Orsolya Réthelyi (eds.), Doing Double Dutch. The International Circulation of Literature from the Low Countries. Leuven: Leuven University Press, 2017, 93-112.

·         Herbert Van Uffelen, ‘Lucebert: de stem van een generatie’. In: Erica van Boven & Pieter Vertraeten (red.), Schrijverstypen. Hilversum: Uitgeverij Verloren, 2016, 157-168.

 

10. Teilnahme an Konferenzen und Seminaren

·           Dozententagung des NLV, 21. – 23.10. 2016 in Frankfurt/Darmstadt
Teilgenommen haben Julia Sommer, Marlou de Bont und Nele Rampart. Vorstandmitglied Julia Sommer wurde dabei zur Schriftführerin ernannt und leitete den Workshop der LektorInnen.

 

·           Dozentenseminar „De internationale positie van de Nederlandse Taal en cultuur“, 10. – 14. Juli 2017 an der Universität Utrecht

Julia Sommer hat daran teilgenommen.

 

·           Kick-off Plenum Vienna Doctoral Academy: Theory and Methodology in the Humanities, 4.-6. Mai 2017, Universität Wien, Payerbach an der Rax

Marlou de Bont hat teilgenommen.

 

·           Comenius Regionaal Colloquium Neerlandicum ‚Op reis!’, 24.-27. Mai 2017 an der Universität Wroclaw

Emmeline Besamusca und Marlou de Bont haben teilgenommen und vorgetragen.

 

·           Univie:summerschool: ‘De dynamiek van receptie’, 7.-14. Juli 2017 an der Universität Wien.

Marlou de Bont hat teilgenommen.

 

·           DoktorandInnen- und HabilitandInnencolloquium (DoHa) des NLV, 20-21. September 2017 an der Universität Duisburg-Essen.

Herbert Van Uffelen und Marlou de Bont haben teilgenommen.